Angedacht

Kaum waren am Samstag in Aschaffenburg die Marktstände weggeräumt, standen die ersten Buden für den Weihnachtsmarkt da. Die Weihnachtsbeleuchtung hängt auch schon und wartet nur auf den 1. Advent, damit sie hell strahlen darf. In den vier Adventswochen vor Weihnachten ist vieles anders. Eine ganze Gesellschaft schmückt Wohnungen, Gassen, Geschäfte und Büros mit Lichtern und Dekoration und stimmt sich ein auf das Fest der Feste, auf Weihnachten. Viele Feiern wird es wie jedes Jahr geben, in Kindergärten, Schulen, Betrieben und Vereinen. Manche nervt dieser Trubel und der Konsum, die diesem Fest anhaften, andere wiederum freuen sich daran.
Vor allem die Kinder lieben die besondere Stimmung der Advents- und Weihnachtszeit. Verborgen bleibt oft der tiefe Grund dieses Festes. Weihnachten gilt als Fest der Liebe und des Friedens. In den Kirchen besinnen wir uns auf Gott, der uns nicht allein lässt mit unserer Welt und unseren Problemen, den großen, die die Zukunft unserer Erde betreffen, und den persönlichen, die unsere Herzen belasten. Weihnachen feiern wir, dass Gott zu uns kommt in Jesus Christus. Er ist da und er ist uns ganz nah, nicht nur vor 2000 Jahren, auch heute durch seinen Geist. Advent feiern heißt: Wir stellen uns innerlich darauf ein, unserem Gott den Weg zu bereiten. Wir erwarten ihn voller Freude und wollen ihn in unser Leben einlassen!
Wenn Gott kommt, gibt es Frieden auf Erden. An der Krippe mit dem Jesuskind kommen alle zusammen: Die junge Frau und Mutter Maria mit ihrem Mann Josef, der zu ihr hält, die Tiere, arme Hirten vom Feld und reiche Menschen aus dem Orient. Jeder darf zu Jesus kommen, denn er ist für alle in die Welt gekommen. Das ist die Botschaft von Weihnachten. Deshalb freuen wir uns und feiern mit Lichtern und Liedern und auch mit Glühwein, Tee und Plätzchen.
Eine frohe und besinnliche Adventszeit wünscht Ihnen
Ihre Birgit Niehaus, Pfarrerin