„Schön, dass ihr wieder da seid... “ - Der Ökumenische Kirchenladen hat wieder geöffnet.

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Bildrechte: Martin Klein

Schmerzhafte Schließung

Es ist uns allen sehr schwer gefallen, den Kirchenladen wegen der Pandemie zu schließen. Wissen wir doch, dass für viele Menschen unser Laden regelmäßiger Anlaufpunkt und Halt in bestimmten Situationen ist. Auch für die Ehrenamtlichen gehört der Laden fest zu ihrem Leben. Sie haben hier Gleichgesinnte gefunden, z.T. Freundschaften geschlossen, eine sinnvolle Aufgabe übernommen. Kurz: Der Laden ist Treffpunkt, Verbindendes, Troststelle für ganz verschiedene Menschen.

Wir haben wieder geöffnet...

Am 5. Mai war es wieder so weit. Wir hatten uns ein Hygiene-Konzept überlegt und alles Notwendige besorgt und abgesprochen. Schon in den Tagen davor war Eva Meder-Thünemann beim Dekorieren angesprochen worden: „Wann seid ihr denn endlich wieder da?“ – Gerade ältere Menschen, die in der Stadt wohnen, finden bei uns oft einfach nur ein paar Sätze, ein bisschen Wertschätzung, ein Lachen... halt das, was einerseits so unscheinbar und andererseits so lebensnotwendig ist.

 ... und doch ist alles anders!

Ein Stammgast betrat in den ersten Tagen in den Laden, ging zielstrebig auf die Sitzecke zu, die abgesperrt war. „Entschuldigen Sie, wegen der Infektionsgefahr ist unsere Sitzecke im Moment geschlossen!“ Verärgerung war spürbar und es war dem Gast nicht zu vermitteln, dass das so sein muss. Im Moment sind leider nur kurze Begegnungen im Laden möglich.

Was sind wir?

Die eben erwähnte Szene stellt mal wieder die Frage: Was sind wir eigentlich? Ein Laden oder ein Ort der Seelsorge? Mit ein bisschen Umsicht ist der Betrieb des Ladens in Zeiten von Corona möglich, hoffentlich bald auch wieder mit unseren bewährten Ehrenamtlichen. – Die Kontaktbeschränkungen machen aber die Begegnungen in der Seelsorge schwierig. Wenn wir bei unseren Gesprächen auf „Abstand halten“ achten müssen, kann keine Vertraulichkeit aufkommen. Hinter den Masken bleibt die Mimik verborgen.

Flexibilität erforderlich

Im Kirchenladen zu arbeiten, erfordert immer wieder Flexibilität. Und so werden wir auch in dieser Situation noch Wege finden, um mit den Menschen weiterhin gut in Kontakt zu kommen und das zu geben, was uns kostbar ist: Trost und Unterstützung. Es gibt ja zum Glück auch noch den Schönthalpark für Spaziergänge...

Autorin: Ulrike Gitter

 

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