Angedacht

Gesichter
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Wie lieblich ist der Maien
aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen,
weil alles grünt und blüht.
Die Tier sieht man jetzt springen
mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen,
die loben Gott mit Freud.

Dieses Lied beschreibt ganz wunderbar meine fröhliche Stimmung im warmen Wonnemonat Mai. Was im Mai passiert, ist für mich nicht einfach nur ein jährlich wiederkehrender Vorgang in der Natur. Es beeindruckt und erfreut mich, was sich da abspielt mit Bäumen, Blumen und Tieren. Was für ein imposantes Schauspiel! So viel Vitalität und Wachstum! Und alles geschieht wie von allein. Der Dichter des Liedes, Martin Behm, sagt mit seinem Lied: Es ist Gottes Güte, dass ich so etwas erleben darf: das Grünen und Blühen im Mai, die Vögel, die singen und vielleicht auch die piepen in einem Nest in der Hecke wie gerade im Pfarrgarten. Alles geschieht zur Freude und zum Lobe Gottes. Auch wir können einstimmen in den Lobgesang mit unseren Stimmen. In der vierten Strophe des Liedes wird die Natur zu einem Lehrmeister und Gleichnis für unser Wirken. Lassen wir uns beeindrucken von Mutter Natur und von Gottes Güte, die in ihr wirkt, und machen wir es nach!

Mein Arbeit hilf vollbringen
zu Lob dem Namen dein
und lass mir wohl gelingen,
im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein lass aufgehen
von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen
und nicht verwerflich sei.

Mit freundlichen und wonnigen Mai-Grüßen
von Ihrer Birgit Niehaus, Pfarrerin