Angedacht

Gesichter
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Angedacht

Liebe Leserin, lieber Leser,

Fünf Menschen stehen bei einer Party beieinander. Der eine sagt im Gespräch, dass er Christ ist. Ein anderer reagiert erstaunt: „Ach, wie interessant, was macht man denn so als Christ?“ Diese kleine Geschichte ist in einem aktuellen Cartoon festgehalten. Natürlich überspitzt der Cartoonist. Er weiß, dass sich das Christentum in unserem Land langsam zu einer Minderheitenreligion entwickelt und immer mehr Menschen nicht mehr so genau wissen, was Christinnen und Christen denken und tun.

Weil es ein Cartoon ist, kennen wir die Antwort nicht, die der Christ im Gespräch gegeben hat. Wir werden als Christen in Zukunft sicher häufiger nach unserem Glauben gefragt werden und dann ist unsere persönliche Antwort gefragt. Was würden Sie denn antworten, wenn Sie zur christlichen Religion gehören und der Befragte wären? Mit Jesu Worten aus seinen Abschiedsreden im Johannesevangelium kann die Antwort so aussehen: „Ich glaube an Jesus Christus, der vom Himmel zu uns auf die Erde gekommen ist, um alle, die an ihn glauben, zu sich zu ziehen. Er ist das Licht der Welt. Durch den Glauben an ihn bekomme ich Kraft, selbst Licht zu sein.“ Denn Jesus sagt zu uns: „Glaubt an das Licht, solange ihr`s habt, auf dass ihr Kinder des Lichts werdet.“ (Johannes 12, 36)

Alles Wissen um Jesus und seinen Weg hilft nur, wenn ich daran glaube und mich durch den Glauben verändern lasse. Jesus verspricht, alle zu sich zu ziehen, wenn er beim Vater ist. Doch noch leben wir auf Erden, wo es auch finster sein kann. Hier haben wir die Aufgabe, Licht zu sein. Mitten in der Finsternis sind wir Kinder des Lichts für uns, für andere, für die Welt. Das macht man als Christ.

Herzliche Grüße Ihre Birgit Niehaus, Pfarrerin