Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde von Aschaffenburg - St. Matthäus heißt Sie herzlich willkommen.

Schauen Sie sich in Ruhe um und informieren Sie sich über unsere Gemeinde. Wir hoffen, Sie finden die Informationen, die Sie suchen. Wenn nicht, nehmen Sie bitte entsprechend mit uns Kontakt auf.

Wir sind gerne für Sie da!

Familienfeier oder Aufnahme in die Kirche?

Warum hast du eigentlich deine Kinder taufen lassen? So fragt mich mein Schulfreund aus alten Zeiten. Ich könnte jetzt sagen: „Weil wir eine schöne Familienfeier nach der Geburt haben, alle zusammenkommen und die Kleine sehen können.“ Das wäre die Antwort mit dem geringsten ‚erweiterten Erklärbedarf‘. Akzeptiert wäre sicher auch noch: „Weil ich Gottes besonderen Segen für unser Kind erbitten möchte.“

Steh auf und geh - 6. März 2020 um 19.00 Uhr in St. Gertrud

Seit über 100 Jahren engagieren sich Frauen über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg für den Weltgebetstag und damit auch für Rechte von Frauen in Kirche und Gesellschaft. Der Weltgebetstag ist somit die größte ökumenische Basis-Bewegung christlicher Frauen. Der WGT bringt Menschen zusammen und informiert über das Leben und den Glauben in anderen Ländern und Kulturen, er fördert das Verständnis untereinander und unterstützt solidarisch eine Vielzahl von Projekten. Immer am 1. Freitag im März werden weltweit ökumenische Gottesdienste gefeiert. Dabei kommt der Weltgebetstag immer aus einem anderen Land. In diesem Jahr wurde der Gottesdienst zum Weltgebetstag von Frauen aus Simbabwe gestaltet. Sie haben eine Geschichte aus dem Johannesevangelium, in der Jesus einen Kranken heilt, in den Mittelpunkt ihres Gottesdienstes gestellt. „Steh auf. Nimm Deine Matte und geh!“

Termine zum Vormerken:

Simbabwe – Informationen zum Land und zum alltäglichen Leben der Menschen werden im Mittelpunkt der Ländervorstellung am 13.2.20 um 19.30 Uhr im Gemeinderaum von St. Matthäus stehen.

Wer gerne die Umsetzung des Gottesdienstes mit vorbereiten möchte: Am 20.2.20 findet das Vorbereitungstreffen dazu um 19.00 Uhr in St. Gertrud statt.

Am 2.2. fragte bei der Geistlichen Abendmusik in unserer noch weihnachtlich geschmückten Kirche hinter mir jemand: „Wie lange steht denn der Baum noch?“ Ich habe mich umgedreht und gesagt: „Nur noch bis heute, 2.2., „Mariä Lichtmess“ genannt. Morgen wird alles weggeräumt.“

Der 2.2. ist der 40. Tag nach Weihnachten. Nach biblischem Zeugnis in Lukas 2, 22-40 pilgerten Maria und Josef da mit ihrem Säugling Jesus nach Jerusalem zum Tempel. Maria galt 40 Tage nach der Geburt nicht mehr als unrein, durfte wieder den Tempel betreten, die Eltern haben geopfert und ihren ersten Sohn Gott gezeigt, ihn „dargestellt“. So heißt der Festtag in evangelischer und katholischer Kirche heute auch: „Darstellung des Herrn“. Er gilt in beiden Kirchen als Christusfest; selbst in katholischer Tradition ist es kein Marienfest mehr.

Zur Lichtermesse wurde dieser Festtag dadurch, dass man ab dem 6 Jh. an diesem Sonntag Kerzenlichter für das neue Jahr gesegnet und mit nach Hause genommen hat, die Blasiuskerzen. Was für eine schöne Symbolik: Nach 40 Tagen Weihnachtszeit nehmen wir die Lichter der Weihnacht mit in die Zeit danach, in die Vorpassions- und Passionszeit, die ja eher eine ernste und etwas düstere Zeit ist – ohne Fasching, denn der ist am Aschermittwoch ja vorbei, ohne Halleluja und Gloria in den Gottesdiensten.

Unsere Weihnachts- und Epiphaniaszeit dauert 40 Tage und Nächte. Diese Zahl kommt ja oft vor in der Bibel. 40 Tage war Jesus in der Wüste, 40 Jahre dauerte die Wüstenwanderung der Israeliten. Fast 7 Wochen geht die Passionszeit von Aschermittwoch bis Ostern. Gut, dass wir das helle und frohe Gegengewicht der 40 Tage Weihnachtszeit dazu haben.

Leider hat man in der katholischen Kirche mit der Liturgischen Reform im 2. Vatikanum diese Klarheit abgeschafft. Die Sonntage nach Epiphanias gibt es dort nicht mehr und die Weihnachtszeit ist mit dem Sonntag nach dem Dreikönigstag offiziell beendet.

Wir Evangelischen haben durch die letzte kleine liturgische Reform im Jahr 2018 die lange Weihnachtszeit ausdrücklich bestätigt. Wir decken den Altar in der liturgischen Farbe Weiß (die steht für ein Christusfest, also für Weihnachten) 40 Tage lang, wir feiern so lange das Kommen Jesu in diese Welt. Schön, dass wir diese Zeit der Fülle und Freude haben.

Für die nun beginnende Vorfastenzeit, die zugleich die Hochzeit des Faschings ist, wünsche ich Ihnen viele frohe Momente!
Ihre Pfarrerin Birgit Niehaus