Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde von Aschaffenburg - St. Matthäus heißt Sie herzlich willkommen.

Schauen Sie sich in Ruhe um und informieren Sie sich über unsere Gemeinde. Wir hoffen, Sie finden die Informationen, die Sie suchen. Wenn nicht, nehmen Sie bitte entsprechend mit uns Kontakt auf.

Wir sind gerne für Sie da!

Was tun angesichts von rassistischem Terror?

Der mörderische Anschlag von Hanau hat mich zutiefst erschüttert. Wer war der Täter? Eine wichtige Frage. Aber wichtiger sind die Opfer: vor allem junge Leute, die ihr Leben noch vor sich hatten. Ihre Angehörigen und Freunde beschreiben sie als lebensfroh, arbeitsam und voller Hoffnung auf die Zukunft. Wer den geschockten Familien zuhört, dem bricht es das Herz. Nicht nur, weil die Trauer so groß ist, sondern weil keiner auch nur ein Wort des Hasses oder der Verbitterung äußert. Sie wollen nur in Frieden in diesem Land leben, in dem viele von ihnen geboren sind. Ein Cousin eines Ermordeten sagt: „Deutschland muss jetzt zusammenhalten. Ich hätte nie gedacht, dass hier so etwas passiert. Deutschland ist meine Heimat. Wir dürfen jetzt keinen Krieg anfangen, man muss ruhig bleiben.“ Worte, die demütig machen. Worte, die zum Frieden aufrufen.

Ganz anders die Worte, die zu dieser Gewalttat geführt haben. Kein Zufall, dass man hierbei vor allem auf Worte der AfD stößt. In einem Kommentar des Deutschlandfunks höre ich: „Wer Flüchtlinge als ‚alimentierte Messermänner‘ und ‚Gesindel‘ beschreibt, wer das mörderische Regime des Nationalsozialismus als ‚Vogelschiss der Geschichte‘ verharmlost,... wer konsequent Angst schürt und nur ein Thema kennt: Die Ausgrenzung als fremd, minderwertig und bedrohlich definierter Menschengruppen, der liefert den Begründungszusammenhang für gewaltbereite, rechtsradikale Ideologen und Psychopathen wie den Täter von Hanau. Natürlich trägt ein Gauland, eine Weidel, ein Höcke keine Verantwortung im juristischen Sinne. Aber wer lange genug im politischen Raum hetzt, der trägt politische Verantwortung für die Früchte dieser Hetze.“

Aber deuten wir nicht mit Fingern auf die, die auf diese Hetze reinfallen. Sondern rufen wir den „besorgten Bürgern“ zu – wie Jesus es tat: „Ihr seid das Licht der Welt! Freilich mag es sich anfühlen, als hätten Dich die Angst und andere Ratten gefangen. Aber im Grunde bist Du ein wunderbarer Mensch, ein geliebtes Kind Gottes und daher: ein Segen für die Welt. Ja, zu segnen, zu versöhnen, Deinen Nächsten zu lieben - das schaffst Du! Nicht allein, sondern mit Gott und mit uns allen, die versuchen, Jesu Weg zu folgen.

Herzlich grüßt Sie
Ihr Pfarrer Matthias Leibach

Konzert mit dem Blechbläserensemble „Brasso continuo“ am 29.2., 18.00 Uhr in der St. Matthäuskirche. Auf dem Konzertprogramm stehen bis zu 8-stimmige Stücke bekannter Komponisten; u.a. von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Josef Gabriel Rheinberger, Maurice Duruflé sowie ein meditatives Klangstück von Michael Schütz. Ergänzt wird das Programm mit unterschiedlichen Choralbearbeitungen und Sätzen zu bekannten Passionsliedern.

Der Eintritt ist frei!

Weltgebetstag 2020
Bildrechte: beim Autor

Ökumen. Gottesdienst zum Weltgebetstag am 6. März um 19 Uhr

In der kath. Kirche St. Gertud heißt das Motto aus Simbabwe: „Steh auf, nimm Deine Matte und geh“. Die Heilungsgeschichte aus dem Johannesevangelium steht im Mittelpunkt der Liturgie. Aber es geht um mehr als um körperliche Heilung. Gott öffnet uns Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung. Jesus macht uns Mut, zu handeln.

Nach dem Gottesdienst ist noch geselliges Beisammensein im Pfarrsaal.

Weltfrauentag
Bildrechte: Gerd Altmann auf Pixabay

Gottesdienst am Sonntagabend zum Weltfrauentag am 8. März um 18 Uhr in der St. Matthäuskirche

Frauen stehen heute zwischen erfolgter und noch ausstehender Gleichberechtigung, zwischen Frust und Freude, zwischen Aufbruch zu neuem und Rückfall in alte Muster. In der Kirche genauso wie in der Gesellschaft. Ein Gottesdienst, von Frauen zur Situation von Frauen nach 101 Jahren Frauenwahlrecht. Es spielt die Band „Esprit“ aus Marktheidenfeld.

Familienfeier oder Aufnahme in die Kirche?

Warum hast du eigentlich deine Kinder taufen lassen? So fragt mich mein Schulfreund aus alten Zeiten. Ich könnte jetzt sagen: „Weil wir eine schöne Familienfeier nach der Geburt haben, alle zusammenkommen und die Kleine sehen können.“ Das wäre die Antwort mit dem geringsten ‚erweiterten Erklärbedarf‘. Akzeptiert wäre sicher auch noch: „Weil ich Gottes besonderen Segen für unser Kind erbitten möchte.“